Erbsenrost (Uromyces pisi)

Bedeutung

Rost an Erbsen (Uromyces pisi) tritt häufig auf. Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt vor allem in den warmen Mittelmeerländern und gemäßigten Lagen vor. Eine späte Aussaat und warme Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit während des Sommers begünstigen den Befall. Wirtschaftliche Schäden kommen jedoch nur vereinzelt vor. Der Erbsenrost bildet seine ersten Sporenformen auf der Zypressenwolfsmilch und Eselswolfsmilch, die Erbse dient dem Pilz als Zwischenwirt.

Symptomatik

An den Blättern, Ranken und Stängeln bilden sich zuerst kleine, hellbraune Rostpusteln (Uredosporenlager). Später erscheinen dunkelbraune, violette bis schwarze Teleutosporenlager. Stark befallene Blätter vergilben und vertrocknen. Die Pflanzen bleiben im Wuchs zurück, teilweise vertrocknen ganze Pflanzen, die Photosynthese ist entsprechend eingeschränkt.

Bekämpfung im biologischen Anbau

Der Anbau von wenig anfälligen Sorten, die Verwendung von Z-Saatgut und eine möglichst frühe Aussaat können die Gefahr eines Befalls verringern. Zudem sollten ausreichende Anbaupausen eingehalten werden.
Bei starkem Auftreten ist eine gute Einmischung des Erbsenstrohs sinnvoll. Unkrautbekämpfung und Mahd der Wegränder helfen, die Wolfsmilcharten in der Region zu reduzieren.

Bekämpfung im konventionellen Anbau

Eine rechtzeitige Anwendung von Fungiziden (4-5 Wochen vor der Ernte) kann einen Befall mindern. Diese sollten aus ökonomischen Gründen nur bei hohem Befallsdruck eingesetzt werden.

Informationen zu aktuellen Zulassungen und Anwendungsbestimmungen sind in der Online-Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verfügbar:  https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp

 

Text: Kerstin Spory

Durchsicht: Irene Jacob

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Literaturtipps

Hoffmann G. M., Schmutterer H.,1999: Parasitäre Krankheiten und Schädlinge an landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Verlag Eugen Ulmer GmbH & CO., Stuttgart