Betriebsdaten Kussel GbR

Geographische, klimatische Daten

Rheinhessen,

20 km südlich von Mainz,

ca. 220m ü. NN

Jährliche Niederschläge

530 mm

Mittlere Jahrestemperatur

10,1 °C

Boden

Wechselnde kalkhaltige Lehmböden,

sandiger Lehm bis stark lehmiger Ton,

Bodenpunkte: 55 – 82,

pH-Wert: 7,4 – 7,7

Kulturen und Sorten im Anbaujahr 2016/2017

Kultur

Sorten

Anteil der Fläche

Wintergerste

KWS Meridian, Kathmandu, Trooper

22%

Winterweizen

RGT Reform, Elixer, Nordkap, Rubisco

21%

Zuckerrüben

Lisanna KWS

24,5%

Erbsen

Astronaute, Salamanca, Navarro

11 %

Sommergerste

Avalon

16,5%

Wirtschaftsweise

Der Betrieb Kussel bewirtschaftet 145 ha Ackerland. In einem modernen Außenklimastall werden ca. 450 Schweine für die Direktvermarktung gehalten. In der Fruchtfolge stehen neben Sommerbraugerste, Winterfuttergerste, Winterweizen und Zuckerrüben auch Erbsen. Mit Wintergerste und Erbsen kann der Großteil des Futterbedarfs die Mastschweine abgedeckt werden.

Bei der Gestaltung der Fruchtfolge wird regelmäßig zwischen Sommer- und Winterkulturen sowie zwischen Halm- und Blattfrucht gewechselt. Das fördert die Bodenfruchtbarkeit und vermindert den Druck mit Krankheiten, Schädlingen und Problemungräsern, insbesondere Ackerfuchsschwanz. Die Erbsen stehen in der Fruchtfolge meist vor Wintergerste oder Winterweizen. Beide Kulturen profitieren stark von der guten Vorfruchtwirkung: Die Erbse hinterlässt eine gute Bodenstruktur, so dass in der Regel auf eine Grundbodenbearbeitung verzichtet werden kann. Auch die Stickstofffixierung macht sich positiv bemerkbar. Im Durchschnitt werden nach Erbsen Mehrerträge von 5–10dt/ha erreicht.

Seit ca. 20 Jahren wirtschaftet der Betrieb Kussel pfluglos. Dies fördert das Bodenleben und bietet einen guten Erosionsschutz. Nach der Ernte findet zunächst eine flache Bodenbearbeitung mit einer Großfederzinkenegge (Köckerling Allrounder) oder mit einer Kurzscheibenegge statt. Anschließend erfolgt die Grundbodenbearbeitung mit einem Köckerling Trio, mit einer Bearbeitungstiefe zwischen 10 und 20cm. Bis zur Aussaat der Folgekultur wird das auflaufende Unkraut und Ausfallgetreide durch weitere Bearbeitungsgänge mit dem Allrounder bekämpft. Die Aussaat erfolgt mit einer Tandemflex-Universaldrillmaschine.

Durch eine intensive Bestandeskontrolle sowie die Auswahl gesunder Sorten werden Pflanzenschutzmaßnahmen auf das unbedingt nötige Maß begrenzt. So kann in der Regel komplett auf Wachstumsregler verzichtet werden. Im Wintergetreide reicht meist eine Fungizidmaßnahme, in der Sommergerste kann teilweise komplett darauf verzichtet werden. Die Pflanzenschutzarbeiten werden mit einer 24m-Anhängespritze von Rau erledigt.

Die Düngung wird mit einem 24m-Streuer von Amazone sowie einem Güllefass mit 12m Schleppschlauchverteiler durchgeführt. Durch die Ausbringung im Schleppschlauch werden Stickstoffverluste und Geruchsbelastung minimiert. Gülle wird ausschließlich zu Wintergerste und Winterweizen ausgebracht.